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Taiwan ruft!

[von izn]

In ca. 5 Monaten soll es losgehen, da bin ich ja mal gespannt. Sönke musste ja jetzt schon mal "schmerzliche" (eher ärgerliche) Erfahrung mit der dortigen Mentalität machen.

Eigentlich stand für uns schon ziemlich früh fest, wo's hingehen soll. Nach Chang-Hua, Nähe Tai-Chung. Sönke wollte dort an einer Technischen Uni ein Praktikum als DaF(Deutsch als Fremdsprache)-Lehrer machen.
Nach einem Treffen und regem E-Mail-Verkehr mit der taiwanischen Organisatorin schien auch alles klar, bis vor kurzem und auch erst auf wiederholte Nachfrage die Absage kam. Angeblich hat es sich wohl um ein Missverständnis gehandelt... naja!

Was lehrt uns das? Direkte Ansagen werden in Taiwan eher nicht angesagt und man muss wohl lernen gründlichst zwischen den Zeilen zu lesen!

Jedenfalls ist Sönke jetzt fleißig auf der Suche nach einer anderen Uni. Zurzeit favorisieren wir eine katholische Uni in Kaohsiung, nach Taipeh die zweitgrößte Stadt in Taiwan. Kontaktaufnahme ist auch schon erfolgt und es sieht zumindest nicht schlecht aus. Der Ansprechpartner ist im Übrigen Deutscher, so dass wir diesmal wohl auf den Zeilen bleiben können und nicht dazwischen herumrutschen müssen.

11.3.08 23:00


Plan B

[von sönke]

Das Problem mit der Praktikumsstelle in Kaohsiung ist, dass es keinen Kooperationsvertrag der Uni dort mit meiner Uni in Hamburg gibt, und somit entweder ein Kooperationsabkommen erstellt werden oder aber ein anderer Weg gefunden werden müsste, um meine Beschäftigung dort möglich zu machen. In beiden Fällen bedeutet das Verwaltungsarbeit, was die Sache erschwert, allerdings bin ich bisher der einzige Bewerber auf die Praktikantenstelle. In jedem Fall wurde mir telefonisch zugesichert, bis Ende Mai alles entschieden zu haben. Die haben Nerven... das wären zwei Monate vor Abflug, der so gut wie gebucht ist, da Ie-Chens Sabbatjahr bereits fest terminiert ist.

Da es also nicht sicher ist, ob das mit meinem Praktikum in Taiwan tatsächlich klappt, wird der Ruf nach einem Plan B laut.

Eigentlich wollte ich mit dem Praktikum ja zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und besser Chinesisch lernen, Lehrerfahrung im Ausland sammeln und eventuell Daten für meine Magisterarbeit in den dortigen Deutschkursen sammeln, wenn mir denn mal einfällt, zu welchem Thema ich überhaupt Daten sammeln will.

Zumindest eine Fliege mit einer Klappe wäre mit einem Aufenthalt allein zum Spracherwerb geschlagen. Hierzu vergibt das taiwanische Bildungsministerium netterweise Stipendien, die man beantragen kann. Dazu braucht man u.a. zwei Empfehlungsschreiben, vorzugsweise von den Professoren der eigenen Uni. Wahrscheinlich sollen diese meinen in den Grundfesten vorbildlichen Charakter und meinen ausgezeichneten Fleiß und Bildungseifer bescheinigen, das wird teuer für mich... Das ganze muss bis zum 15.4. passiert sein, also bald.

Für Ie-Chen wäre so ein Stipendium natürlich in jedem Fall interessant, da sie vor allem am Erwerb der Sprache Interesse hat. Jetzt müssen nur 2 Professoren günstig angeworben werden, um die geforderten Empfehlungen für sie auszustellen.

In einem Telefonat mit der netten Dame der Taipeh Vertretung in Berlin erfuhr ich jedoch, dass es für Ie-Chen schwierig werden könnte, da ihre Eltern Taiwaner sind und sie somit, auch wenn sie deutsche Staatsbürgerin ist, ebenfalls als Taiwanerin gilt und damit keinen Anspruch auf ein Stipendium hat. Naja, vielleicht kennen die vom taiwanischen Bildungsministerium ja Ie-Chens Eltern gar nicht und sie kann trotzdem ein Stipendium kriegen...

14.3.08 18:00


Law of Nationality

[von izn]

Tja, nach einem Telefonat mit einer anderen netten Dame der Taipeh-Vertretung in Berlin steht jetzt fest, dass das mit dem Stipendium für mich nicht klappt. Dafür müsste ich nämlich Deutsche (oder irgendwas anderes außer Taiwanerin ) sein...

Häää?! Mein Bundespersonalausweis sagt mir doch aber, das ich das bin! Jaja, aber gemäß dem in Taiwan geltenden Law of Nationality bin und bleibe ich Taiwanerin, weil meine Eltern bei meiner Geburt es auch waren... mitgehangen, mitgefangen!
Die Wurzeln lassen sich nicht mal einfach so mit einem Bundespersonalausweis der Bundesrepublik Deutschland herausreißen, nein, nein!

Es mit einem Antrag auf das Stipendium einfach riskieren, hätte bei meinem doch sehr typisch taiwanischen Nachnamen keinen Sinn gemacht, schade eigentlich, wäre ein schönes Bonbon gewesen...

18.3.08 19:33





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