Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/schingschangschong

Gratis bloggen bei
myblog.de





Unser Favorit: National Sun Yat-Sen University

[von izn]

Sönke hat ja schon erwähnt, dass vier Universitäten in Kaohsiung für das Mandarin Studies Programm zur Auswahl stehen. Hier unser derzeitiger Favorit:

Die National Sun Yat-Sen University (NYSU) mit ihrem Chinese Language Center.
Die bietet nicht nur am meisten Infos auf ihrer Internetseite, auch die Kurse (Trimester) liegen für uns am günstigsten, so dass wir alle 4 Trimester (9. September 2008 - 20. August 2009) mitmachen könnten und somit das gesamte Jahr abgedeckt wäre.

Achja, und dass die NYSU direkt am Strand liegt, ist natürlich auch ganz nett .

Es ist ja so, dass ich mein Sabbatjahr zeitlich an die Urplanung (Praktikum von Sönke in Chang Hua) ausgerichtet hatte... Zum Glück hat meine Planung einen Spielraum von 1 Monat offengelassen, den ich bei der NYSU auch voll ausreizen müsste.

Bei den übrigen 3 Unis würde es nicht so gut hinauen, so dass wir bei denen lediglich 3 Trimester mitmachen könnten und dann eben am Ende ca. 2 Monate Leerlauf übrig hätten zum Auschillen / Herumreisen... auch nicht schlecht . Aber dazu hätten wir eigentlich auch an den Wochenenden und in den Trimesterferien Zeit.

 

Jedenfalls wird die NYSU die erste Uni sein, an der wir uns bewerben.
Dazu benötigen wir aber noch eine englische Übersetzung unserer Abiturzeugnisse.
Müssen uns deshalb höchstwahrscheinlich privat an einen Dolmetscher wenden, unsere Schulen können es leider nicht. Mal sehen wie viele Taler das kosten wird... und ein ärztliches Gesundheitszeugnis mit Röntgenbild der Brust und HIV-Test brauchen wir auch noch.

 

So, nun wollen wir aber alle zuersteinmal Sönke am Dienstag nach Pfingsten die Daumen für sein Stipendium drücken. So wie ich die Bewerbungsstatuten der NYSU verstanden habe, wäre er mit dem Stipendium nämlich so gut wie dort angenommen! Und mich kriegen wir da auch schon irgendwie unter .

1.5.08 12:20


Dabei ist alles...

[von Sönke]

Sooo, jetzt liegt alles hinter mir: ein verlängertes Wochenende mit viel Musik auf dem Wöffshop in Todesfelde, unterbrochen von einem Auftritt auf dem Hafengeburtstag; eine nächtliche Autofahrt nach Berlin mit Auswahlgespräch am folgendem Morgen und anschließender Rückfahrt im ICE sowie abschließendem Gitarrenunterricht im schönen Hamburg-Mümmelmannsberg. Jetzt sitze ich zu Hause auf dem frisch geputztem Balkon und kann Verschnaufen und die gar schauerliche Mär von meinem Auftritt bei der Taipei-Vertretung in Berlin berichten:

Unerwarteterweise kam ich tatsächlich pünktlich um 10 Uhr dran und hatte wie angekündigt ein 15-minütiges Gespräch mit zwei sehr netten und freundlichen Professoren der Uni Berlin bzw. Würzburg und einem taiwanischen Vertreter. Dessen genaue Funktion konnte ich nicht erschließen, weil das kleine Plastikschild auf dem Tisch vor ihm, auf dem diese vermerkt war, leicht von mir abgewendet stand. Um es entziffern zu können, hätte ich in einem mehrsekündigen Glotzanfall  zu lange in die Richtung des während des gesamten Gesprächs stummen Taiwaners sehen müssen, was höchstwahrscheinlich für weitgehendes Befremden der gesamten Delegation gesorgt hätte.

Das Gespräch lief dann auch auf Deutsch ab, und die Professoren wollten wissen, ob ich bereits Pläne für eine Magisterarbeit in der Schublade habe, und ich durfte meine vagen Ideen schildern. Es folgte die Frage, ob ich als Musiker auch chinesische Musik spielen könne. Ich verneinte, sah aber meine große Chance gekommen, das Gespräch auf die Verwendung pentatonischer Tonleitern sowohl in der chinesischen als auch in der westlichen Musik zu lenken, merkwürdigerweise wurde das Gespräch jedoch wieder auf andere Thematiken gelenkt...

Insbesondere wollte man wissen, was mich ausgerechnet nach Taiwan zieht, abgesehen von den Langzeichen und dem wohl zu persönlichen Grund namens Ie-Chen. Leider konnte ich nicht allzuviel mehr anbieten außer dem generellen Interesse an einer fremden Kultur allgemein und Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus speziell, worüber ich allerdings keine weitreichenden Kenntnisse habe. Man gab mir daher die Gelegenheit, 3-4 Daten zur Geschichte Taiwans abzuliefern, wohl um mich nicht ganz so alt aussehen zu lassen. Ich wurde nochmal ausdrücklich gefragt, ob mein Aufenthalt vor allem dem Spracherwerb dienen solle, was ich wahrheitsgemäß nur bejahen konnte. War wohl die falsche Antwort, ich hätte wohl mehr die Kulturkarte spielen müssen, schließlich hat Taiwan keine Kulturrevolution gehabt und in einigen Aspekten ist die chinesische Kultur dort daher wohl ursprünglicher als in der VR China. Genau diese Apekte kann ich allerdings konkret nicht benennen.

Naja, was soll´s, dabei ist alles. Es gab 12 zum Gespräch geladene Bewerber und zwei Stipendienplätze. Die Entscheidung wird mir in den nächsten zwei Wochen mitgeteilt und natürlich hier publiziert, ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen.

Allerdings war ich überhaupt nicht nervös während des Gesprächs, das lag bestimmt an Euren zahlreichen gedrückten Daumen, vielen Dank dafür!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Wenn es wieder was zu drücken gibt, werdet Ihr es an dieser Stelle erfahren... 

14.5.08 17:48


Ich bin qualifiziert....

[von sönke] 

...und daher der 3. Nachrücker, sagt mir das Schreiben der Taipeh Vertretung, d.h. ich bin sozusagen an 6. Position.

Es wurden 3 Stipendienplätze vergeben, wenn einer frei wird, wird zuerst dem 1. Nachrücker der Platz angeboten, wenn der nicht will, wird der 2. Nachrücker gefragt, dann werde ich gefragt. Die Chance ist also nicht allzu groß, dass ich noch in den Genuss einer Förderung komme, aber immerhin bin ich sozusagen aus wettkampftechnischer Sicht nicht Letzter geworden, das ist doch auch was.

16.5.08 12:07


Man gönnt sich ja sonst nix...

[von izn & sönke]

So, nun haben wir also endlich am Freitag unsere Bewerbungen für die National Sun Yat-sen University (NSYSU) auf den Postweg bringen können.

Eigentlich hatten wir uns das Ganze ja ganz einfach vorgestellt, einfach das Bewerbungsformular auf Englisch ausfüllen (jaja, polyglott ist der Mensch), noch eine Kopie vom Abi-Zeugnis, Foto, fertig! ... Pustekuchen!

Das mit den Zeugnissen war so ´ne Sache… wo kriegt man die auf Englisch her?! Von unseren alten Schulen jedenfalls nicht. Da kamen nur so Kommentare wie: „Das haben wir ja noch nie gemacht!“ (da könnte ja jeder kommen, das war schon immer so!)
Glücklicherweise hat es dann eine Dolmetscherin für kostengünstige 595 € übernommen! Gut, dass wir nicht vorher gefragt haben, um dann Preise vergleichen zu können…

Gefragt wurde hingegen Sönke, ob ich denn auch eine Versichertenkarte einer deutschen Krankenversicherung hätte, als wir zwecks gefordertem Gesundheitscheck beim Arzt unserer Wahl vorstellig wurden.
Die freundliche Sprechstundenhilfe hatte wohl Angst, dass sie meinen mutmaßlich kompliziert-ausländischen Namen manuell in ihr System hätte eingeben müssen (aber warum fragt sie mich das nicht selbst, schließlich stand ich direkt daneben?!).
„Oh, Sie sind bei der Polizei!“ gab es dann Entwarnung auf allen Kanälen, denn ich reagierte auf deutsche Ansprache, und die Versichertenkarte der Heilfürsorge Hamburg konnte verschämt durch das Kartenlesegerät gezogen werden.
Wie gesagt, nur der Arbeitsoptimiminimierung wegen (Eingabe von Namen und Adressen entfällt), denn bezahlen durften wir netterweise von privat.

Für weitere kostengünstige 300 € wurde also festgestellt, dass wir kein TBC (Thorax-Röntgen!), HIV, Skorbut, Malaria, Dengue-Fieber, Hydrozephalus etc. pp. haben, den sicheren einbeinigen Stand bei geschlossenen Sehorganen beherrschen (O-Ton Arzt zum schwankenden Sönke: „na gut, das gilt noch als sicher“ ), und dass auch unsere äußeren Geschlechtsorgane in Ordnung sind (O-Ton Arzt zu mir, die dahingehend nicht näher examiniert wurde: „da ist doch alles in Ordnung, oder?!“ )

Weiter wird ja bei einer Bewerbung standardmäßig ein Foto des Bewerbers verlangt. Die NSYSU begnügt sich da allerdings nicht mit weniger als 4 Stück, keine Ahnung wofür, aber sie werden explizit gefordert! Naja, die Zeit war knapp und was soll’s, seh ich halt aus wie ein Seehund und Sönke wie ein Verbrecher (zum Glück mag Sönke Seehunde und ich meine Verbrecher, sonst wäre ich ja arbeitslos ).

Schnell noch einen Vermögensnachweis von der Bank geholt (welches Vermögen, wenn man gerade alles für die Bewerbung ausgegeben hat?!) und dann das Ganze für nochmal weitere 59 kostengünstige € per Express nach Taiwan geschickt („Neiiin, nicht THAILAND!!! T A I W A N!!!“ ) , schließlich soll es dort auch ankommen und nicht über Pakistan verloren gehen.

Harren wir also der Dinge, die da kommen!

27.5.08 00:32





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung