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Man gönnt sich ja sonst nix...

[von izn & sönke]

So, nun haben wir also endlich am Freitag unsere Bewerbungen für die National Sun Yat-sen University (NSYSU) auf den Postweg bringen können.

Eigentlich hatten wir uns das Ganze ja ganz einfach vorgestellt, einfach das Bewerbungsformular auf Englisch ausfüllen (jaja, polyglott ist der Mensch), noch eine Kopie vom Abi-Zeugnis, Foto, fertig! ... Pustekuchen!

Das mit den Zeugnissen war so ´ne Sache… wo kriegt man die auf Englisch her?! Von unseren alten Schulen jedenfalls nicht. Da kamen nur so Kommentare wie: „Das haben wir ja noch nie gemacht!“ (da könnte ja jeder kommen, das war schon immer so!)
Glücklicherweise hat es dann eine Dolmetscherin für kostengünstige 595 € übernommen! Gut, dass wir nicht vorher gefragt haben, um dann Preise vergleichen zu können…

Gefragt wurde hingegen Sönke, ob ich denn auch eine Versichertenkarte einer deutschen Krankenversicherung hätte, als wir zwecks gefordertem Gesundheitscheck beim Arzt unserer Wahl vorstellig wurden.
Die freundliche Sprechstundenhilfe hatte wohl Angst, dass sie meinen mutmaßlich kompliziert-ausländischen Namen manuell in ihr System hätte eingeben müssen (aber warum fragt sie mich das nicht selbst, schließlich stand ich direkt daneben?!).
„Oh, Sie sind bei der Polizei!“ gab es dann Entwarnung auf allen Kanälen, denn ich reagierte auf deutsche Ansprache, und die Versichertenkarte der Heilfürsorge Hamburg konnte verschämt durch das Kartenlesegerät gezogen werden.
Wie gesagt, nur der Arbeitsoptimiminimierung wegen (Eingabe von Namen und Adressen entfällt), denn bezahlen durften wir netterweise von privat.

Für weitere kostengünstige 300 € wurde also festgestellt, dass wir kein TBC (Thorax-Röntgen!), HIV, Skorbut, Malaria, Dengue-Fieber, Hydrozephalus etc. pp. haben, den sicheren einbeinigen Stand bei geschlossenen Sehorganen beherrschen (O-Ton Arzt zum schwankenden Sönke: „na gut, das gilt noch als sicher“ ), und dass auch unsere äußeren Geschlechtsorgane in Ordnung sind (O-Ton Arzt zu mir, die dahingehend nicht näher examiniert wurde: „da ist doch alles in Ordnung, oder?!“ )

Weiter wird ja bei einer Bewerbung standardmäßig ein Foto des Bewerbers verlangt. Die NSYSU begnügt sich da allerdings nicht mit weniger als 4 Stück, keine Ahnung wofür, aber sie werden explizit gefordert! Naja, die Zeit war knapp und was soll’s, seh ich halt aus wie ein Seehund und Sönke wie ein Verbrecher (zum Glück mag Sönke Seehunde und ich meine Verbrecher, sonst wäre ich ja arbeitslos ).

Schnell noch einen Vermögensnachweis von der Bank geholt (welches Vermögen, wenn man gerade alles für die Bewerbung ausgegeben hat?!) und dann das Ganze für nochmal weitere 59 kostengünstige € per Express nach Taiwan geschickt („Neiiin, nicht THAILAND!!! T A I W A N!!!“ ) , schließlich soll es dort auch ankommen und nicht über Pakistan verloren gehen.

Harren wir also der Dinge, die da kommen!

27.5.08 00:32
 


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