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Tag 1+2 I.

Ortszeit: 21:30 Uhr, Dienstag, 02.09.2008
[von sönke]

So, jetzt kann ich auch mal an den Laptop ran. Was sollte ich auch machen, wenn Ie-Chen die ganze Zeit dadran sitzt… Ist man doch dazu gezwungen, 15 Stunden zu schlafen… Ich hoffe, mein Jetlag hat sich damit erledigt.

Das Problem gestern war, dass wir nach 20,5 Stunden Reisezeit hier morgens um 10:30 Uhr ankamen und somit der ganze Tag noch verbracht werden musste.

Nachdem wir unser Gepäck wohlbehalten in Empfang genommen haben und die Bediensteten am Infoschalter davon abhalten mussten, uns eine Wohnung zu suchen (wir wollten eigentlich nur wissen, ob sie noch weitere günstige Unterkünfte , abgesehen von unserem Hostel, kennen bzw. empfehlen können… konnten sie nicht) bekamen wir beim Verlassen der wohlklimatisierten Empfangshalle eindrucksvoll demonstriert, was man unter einem tropischen Monsunklima versteht.

Also schnell ins klimatisierte Taxi gesetzt und für 6 Euro zum Hostel gefahren. Bekanntlich war dort niemand zu Hause und ich wurde unter fadenscheinigen Argumenten nach nebenan in den Laden gelockt, wo mir die rüstige Besitzerin unter ausführlichen Erklärungen selbst eingelegte Früchte (Pflaumen?) in Alkohol und selbstgemachten Essig kredenzte. Habe kaum was verstanden, daher nur soviel: Ist super gesund, das sähe man ja an ihr, und schade, dass die Jugend von heute lieber Cola als den guten Essig mit Wasser trinkt. Ich musste dann auch bald los, um Ie-Chen zu helfen (wobei auch immer)….

Was macht man eigentlich am besten bei so einer Bullenhitze und wenn man völlig erledigt ist? O.K., wir haben eine Stunde geschlafen und dann? Man sucht sich einen Berg und versucht hochzugelangen.

Eigentlich wollten wir sehen, wo die Uni bzw. unsere Abteilung dort lokalisiert ist. Den Berg hatte ich an sich schon auf der Rechnung. Ist eigentlich auch kein Problem, denn es gibt einen Tunnel hindurch, das wusste ich.
Leider haben wir besagten Tunnel nicht gefunden und uns für die Nordwand-Route entschieden, auf der wir von den wenigen Scooter- und Autofahrern entgeistert angesehen wurden.

A pro pos angesehen, heute wurde mir endlich der mir gebührende Applaus zuteil. Eine Gruppe gelb und blau uniformierter Studenten winkte mir fröhlich zu, als wir heute erneut auf dem Campus herum irrten.
Gibt wohl nicht so viele von meiner Sorte hier, also wer Egoprobleme hat oder sich nicht ausreichend wahrgenommen fühlt, sollte sich die Haare blond färben und es mit einer Taiwanreise probieren.

Es gefällt mir daher sehr gut hier, wenn nicht die Sprachprobleme wären.

Als wir gestern Abend zur Cijin-Insel zur örtlichen Fressmeile übersetzten (auf einem Boot, bei dessem Anblick ein deutscher TÜV-Prüfer hysterisch werden würde), haben wir uns erst mal jeder einen gegrillten Tintenfisch am Spieß gegönnt. Ich habe bestellt, und es gab nach einiger Zeit eine Nachfrage, die ich nicht verstand. Ie-Chen wiederholte und übersetzte für mich. Ziemlich blöd, was wird man eigentlich immer beim Chinesen gefragt? Richtig: „Bisschen scharf?“ Ist hier wohl auch nicht anders.

Ein Tintenfisch ist nicht sonderlich viel, und ich ging noch einmal welche an einem anderen Stand holen, während Ie-Chen am Strand wartete. Profi, der ich ja jetzt war, nickte ich bei der Frage der Verkäuferin in der Hoffnung auf die leckere Würzung. Stattdessen fing die Verkäuferin an, den schönen Tintenfisch zu zerschneiden und in eine Plastiktüte zu verpacken, so dass man ihn erst umständlich wieder mit den zwei beigelegten Spießen herauspulen musste.

Zweimal wurde Ie-Chen bereits von den ob meiner unzureichenden Aussprache hilflosen Verkäuferinnen gefragt: “Ta shuo shenme?“ = „Was sagt er?“

Es kann also noch lustig werden hier.

Morgen werden wir uns ein drittes mal zur Uni zwecks Registrierung wagen (heute waren wir wieder dort, durch den Tunnel), nachdem wir jetzt wissen, dass unsere Abteilung weiter weg vom Hauptgebäude auf einem anderen Berg liegt. Schöner Ausblick von dort, nur doof, wenn man zu Fuß hoch muss, wie wir heute völlig durchgeschwitzt feststellen durften.

Als nächstes müssen wir uns um eine Wohnung kümmern, Simkarten für unsere Handys haben wir uns bereits heute organisieren können, bei George. In einem anderen Laden wurde uns gestern gesagt, dass die für Ausländer nicht möglich sei, George sei also gelobt, auch weil er Englisch spricht.

2.9.08 18:20
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ragnhild (2.9.08 20:01)
Oh mein Gott, ich habe gerade hysterisch kichern müssen ob Deiner Beschreibungen... Danke, dass Ihr uns alle teilhaben laßt an Euren reichhaltigen Erfahrungen. Kann man eigentlich Blog-süchtig werden...?


izn (2.9.08 20:18)
Nöööö, bestimmt nicht. Mach nur weiter so ;o)


Herr Jørgen (3.9.08 13:10)
Hej Sønke,
hast du das mal probiert bei der rustigen? Alten?.
Vielleicht ist das ja was für den Laden. Dann machst Du Importeur.
Macht so weiter, bin schon süchtig auf Eure Schreiberei.Werde vielleicht noch zum Bücherwurm, und daß ich......
Ieh zehn, du hast den verkehrten Beruf, aber vielleicht ist das ja der Anfang......
vi se´s måske i Taiwan.....
Jørgen!

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