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Tag 1+2 II.

Ortszeit: 23:33 Uhr, Dienstag, 02.09.2008
[von izn]

Gewohntes Bild. Sönke schläft, ich bin wach... bevor er erschöpft gegen 22 Uhr darniedersank hat er mir noch die Rohfassung seines zuletzt gefertigten Blog-Eintrages (s. Tag 1+2 I.) überlassen... "Ich hab da was auf Word vorgeschrieben..." sprach es und entschwand in die Welt der Träume.

Ich glaube er wollte mir damit sagen, dass ich den Eintrag noch mal lesen, für gut befinden und einstellen sollte, aber für soviele Worte hat es dann wohl nicht mehr gereicht... komisch, das Gefühl kenn ich irgendwoher. Allerdings hat mich das gestern tagsüber auf der Straße erwischt. Das klang dann ungefähr so: "Meine Füße tun weh, können wir eine kurze Pause ma... " Ich hatte mich bereits gesetzt und war kurz weggenickt und danach nochmal und danach nochmal... das nennt man wohl Sekundenschlaf.

Naja, genug von der Schlafproblematik, zurück zu den vergangenen beiden Tagen.

Wie Sönke bereits erwähnt hatte, mussten wir am Ankunftstag noch den ganzen Tag mit Aktivität füllen... das ist uns auch gelungen. Unsere Füße haben danach gebrannt und kennt ihr das wenn die Hände anschwellen und es in den Fingerkuppen pocht? Nix, dicke Dinger - dicke FINGER nach einem 6-Stunden-Intensiv-Wandertag bei drückendem Klima durch Stadt und Berg.

Dem ersten Eindruck nach ist Kaohsiung eine Mischung aus Florida, dem 80er-Jahre-Ostdeutschland und einem Hauch 3. Welt.

Es war alles dabei von palmenbewachsener Uferpromenande des "Liebesflusses" und modernsten Hochausbauten einerseits, bis versmogte Straßen und vermüllte Wege zwischen Wellblechhütten andererseits... dann war da noch das Meer! Leider ist der hiesige Strand abgesperrt und offenbar nur gegen eine Art Kurtaxe betretbar.

Also, begaben wir uns per bereits durch Sönke erwähnten Kutter rüber zur Insel Cijin, um unsere schweren Füße am dunkelgrauen Sandstrand im Pazifik abzukühlen... die Abkühlung währte nicht lang, denn das Meer ist piewarm! Schön zum Baden, wir hatten nur leider nicht die passenden Klamotten dabei.

Auf den Kutter gelangten wir übrigens durch lautstark mit Kreischen untermalte Gestiken der Kutterkapitänin, keine Ahnung was sie die ganze Zeit gerufen hat (es klang, als würde sie geschlachtet werden, aber derlei Aktivität hätten wir wohl bemerkt...). Auf Nachfrage bestätigte sie jedenfalls, zur Insel rüberzufahren.
Besonders gefreut hat sie sich, als wir die dafür veranschlagten umgerechnet ca. 0, 20 € pro Person zahlten, bevor wir den Kutter betraten... ist wohl nicht üblich. Gezahlt wurde auf dem Hinweg nach erbrachter Leistung und auf dem Rückweg während des Übersetzens. Ok, wieder was gelernt.

Anders wäre es wahrscheinlich auf dem TÜV-sichererem Weg mit der örtlichen Fähre gewesen, aber das macht ja keinen Spaß (und ist auch einen Tick teurer).

 

Unser zweiter Tag hier fing ähnlich an, wie der 1..
Wir nehmen unsere Füße und nutzen sie sachgerecht... was man sich alles für Wege ersparen könnte, wenn man Ahnung hätte... naja, früher oder später kommt man ja immer ans Ziel.

Immerhin haben wir uns heute schon getraut, mit dem Bus zu fahren. Man begebe sich also zu einer der spärlich gesähten sehr unauffälligen Bushaltestellen und warte und warte und warte . Wenn man auch noch in einen Bus einsteigen möchte, dann ist es geboten, sich entsprechend bemerkbar zu machen, denn sonst hält er nicht! So ist der erste Bus also einfach an uns vorbeigefahren (wir wussten zwar, dass wir winken müssen, allerdings hatten wir uns auf eine andere wartende Person verlassen... die nach dem passieren des Busses ebenfalls ihren Weg zu Fuß weiter fortsetzte... Offenbar beruhte unser Vertrauen auf Gegenseitigkeit).

Außerdem sollte man tunlichst schon wissen, wohin man mit dem Bus fahren will. Der Fahrplan hilft da nämlich nicht weiter. Alles Schriftzeichen... und kein Netzplan. Naja, wenn eine Fahrt pro Person nur umgerechnete ca. 0,24 € kostet, muss man halt irgendwo anders Einsparungen machen.

 

Ihr merkt, das Leben ist hier extrem günstig. So haben wir am 1. Tag Sage und Schreibe 15 € für 2 x Taxi, 2 x Badelatschen, Abendessen, Snacks und Getränken ausgegeben... ach ja, und einen zusätzlichen Steckdosenadapter haben wir auch noch besorgt, weil wir erst hier gemerkt haben, dass der Stecker des Laptopnetzteils zu dick für unsere Adapter ist.

Unser heutiges Abendessen (Schweinerippchen mit chinesischem Gemüse und Tofu) wurde uns übrigens frisch zubereitet für 1,50 € pro Person kredenzt und das war so viel, dass sogar ICH was übriglassen musste... nur mal so zur Untermalung des Ganzen.

 

 

2.9.08 20:11
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Immo (2.9.08 20:36)
Hey!

Blonde Leute sind in Taiwan beliebt?
Die Portionen beim Essen sind so gross, dass man sie kaum schafft?
Vielleicht sollte ich meine Dänemarkpläne noch einmal überdenken?

Ok, jetzt mal ernst, schön zu wissen, dass ihr heil angekommen seid.
Ich bin gespannt auf eure weiteren Berichte und denke ganz viel an euch.

Liebe Grüsse aus dem grauen und verregneten Norddeutschland
Immo bzw. lillebror


Willi / Website (2.9.08 20:43)
Dem ersten Eindruck nach ist Kaohsiung eine Mischung aus Florida, dem 80er-Jahre-Ostdeutschland und einem Hauch 3. Welt.

Das klingt verdammt sexy, wenn ihr mich fragt.

Schon so viel zu lesen!
Braucht ihr noch ein Fotoapparat?

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